Omega-3-Fettsäuren und Demenz | Medizin
Die Demenzzahlen steigen und stehen in Verbindung mit einem Mangel an den guten Omega-3-Fettsäuren (aufgeteilt in DHA- und EPA-Anteilen) - dazu erscheinen immer mehr wissenschaftliche Studien.
Eine große UK-Biobank-Analyse (2023, > 260.000 Personen) zeigte:
Menschen mit höheren Omega-3-Blutwerten hatten ein signifikant geringeres Demenzrisiko (ca. 20 % Risikoreduktion)
Menschen mit höheren Omega-3-Blutwerten hatten ein signifikant geringeres Alzheimerrisiko
Besonders deutlich waren die Effekte bei Menschen über 60
Eine Meta-Analyse von 48 longitudinalen Studien (2023):
Höhere DHA- und EPA-Werte im Blut waren mit etwa 18 - 20 % geringerem Risiko für Demenz oder kognitiven Abbau assoziiert
Die wissenschaftliche Erklärung dafür: DHA ist zentraler Bestandteil neuronaler Zellmembranen, beeinflusst Entzündungsprozesse, Gefäßfunktion und Mitochondrien
Wenn man wissen möchte, ob der optimale Zielbereich von 8 - 12 % Omega-3-Fettsäuren erreicht wurde, sollte das gemessen werden. Ein einfacher und preiswerter Test in geeigneten Laboren ist dafür empfehlenswert.
Denn: Ein niedriger Omega-3-Status ist ein modifizierbarer Risikofaktor, der gut behandelbar ist.
Quellen:
UK Biobank-Analyse: Omega-3-Status im Blut und Demenzrisiko Titel / Veröffentlichung: Plasma Omega-3 Fatty Acids and Risk for Incident Dementia in the UK Biobank Study: A Closer Look Autoren: Aleix Sala-Vila et al. (2023) Journal: Nutrients
Studie: Wei et al. (2023), publikationsbasierte Meta-Analyse Quelle: Analyse von 48 longitudinalen Kohortenstudien mit insgesamt ~103 651 Teilnehmern


